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| Intel© Fortran
Composer XE |
| Fortran Compiler für PCs unter
Windows, Linux und für Mac OS |
Obwohl
Intel schon seit vielen Jahren Fortran Compiler herstellt, begann der
Chip-Hersteller erst Anfang 2000 verstärkt im Compilermarkt Fuß
zu fassen. Inzwischen haben die Intel Fortran Compiler für Windows,
Linux und MacOS weite Verbreitung gefunden, nicht zuletzt wegen ihrer
Code-Optimierungstechnologie, mit der sich hoch-performante Programme
erstellen lassen.
Dazu verfügen die Intel Compiler über
spezielle Optimierer, die neben den üblichen Verfahren (loop-unrolling,
inline-functions etc.) auch inter-prozedural fungieren und zudem spezielle
Eigenschaften der Intel XScale® Prozessor-Architektur nutzen. Bspw. werden
die Streaming SIMD Extensions 2 (SSE2) oder Software Pipelining unterstützt.
Zur weiteren Performance-Steigerung ist ein Profiler vorhanden, mit dem
der Programmierer zeitkritische Partien eines Programms lokalisieren kann.
Programme die mit den Intel Fortran Compilern erzeugt wurden, laufen nicht
nur auf PCs mit Intel Prozessoren (so sie keine Intel-Prozessor spezifischen
Eigenschaften nutzen) sondern auch auf kompatiblen Prozessoren. Spezielle
Intel Prozessoren werden allerdings unterstützt. Neben den 32-Bit-Prozessoren
(IA32) Intel® Pentium® 4 mit Hyper-Threading Technology, Intel® Xeon™,
Pentium M, Intel® Celeron® und Pentium III kann spezifischer Binärcode
auch für die 64-Bit-Prozessoren erzeugt werden (Intel® Itanium® wird
allerdings seit v12.0 nicht mehr unterstützt; ggf. ältere Versionen,
bspw. v11.1, verwenden).
Darüberhinaus erlauben die Intel Fortran Compiler das Erstellen parallelisierter
Programme und Prozesse (multi-threaded code development). Der Compiler
bietet hierzu eine Auto-Parallelisierer an und erlaubt dem Programmierer
den Multi-Processing-Standard OpenMP
zu nutzen.
Ausgestattet ist Intel Fortran zudem mit Intel's
MathKernel Library (MKL), einer Numerikbibliothek.
Intel Fortran beherrscht seit der Version 11.0
und 11.1 auch Fortan 2003 Sprachmittel, so daß mit Intel Visual
Fortran objektorientierte Programmierung möglich wird. Seit v12.0
sind auch Befehle von Fortran 2008 enthalten.
Die Software steht auf Intel's WebSite zum
Download für einen 30-Tage-Test zur Verfügung.
Lizenzen werden für die Benutzung durch einen oder mehrere Benutzer
("single user") an den Arbeitsplatz gebunden oder zur Benutzung
im Netzwerk ("2-, 5-user concurrent") angeboten.
Dokumentation
Die Dokumentation zu Intel Compilern wird vollständig
on-line bereitgestellt (u.a. .PDF oder .CHM).
Support / technische
Unterstützung, Updates
Nach Kauf und Registration eines Intel Compilersystems
erhalten Sie ein Jahr lang Zugang zu Intel's Download Center sowie zum
sogenannten Intel Premier Support Forum, über das sämtliche
technische Unterstützungsleistungen, die Sie anfragen, abgewickelt
werden (d.h. ein direkter Kontakt via Telefon oder eMail mit Intel ist
damit weitgehend unterbunden).
Im Download Center werden Updates und auch ältere Versionen kostenfrei
bereitgestellt.
Ein Support-Kontrakt kann vor oder nach Ablauf der Wartungsperiode erneuert
werden ("Support Service Renewal"). Eine neue Wartungsperiode
beginnt jeweils am Folgetag des Ablaufs der vorherigen Wartungsperiode
und zwar völlig unabhängig davon, wann die neue Wartung bestellt wird.
Darüberhinaus bieten wir diverse Schulungen,
Beratungs- und Programmierdienstleistungen (Entwicklung,
Portierung
& Migration) für und mit Intel Visual Fortran an.
Varianten
Intel Fortran ist für Windows, Linux und
MacOS X erhältlich (s.u.). Wenn man auch Intel's C++ Compilersystem
beschaffen möchte, ist beides im Bündel als Intel Composer
XE (früher als Intel Compiler Suite bezeichnet) für Linux
und Windows preiswerter zu haben.
Darüberhinaus ist Intel Fortran zusammen mit Intel C++ auch in Intel
Parallel Studio XE enthalten. Das Toolkit bietet dem Programmierer
spezielle Werkzeuge für die Programmierung parallelisierter Programme.
Weiter mit
Intel Visual Fortran Composer
XE for Windows
Seit der Version 10.0 ist diese Variante für
Windows nun auch mit einer Entwicklungsumgebung ausgestattet, nämlich
mit der sog. Microsoft Visual Studio Partner Edition. Diese besteht im
Wesentlichen aus der Visual Studio Standard Edition 2008, die jedoch ohne
Microsofts Compiler (C++, C#, VB etc.), sowie ohne die MSDN (MS Online-Dokumentation)
beigestellt wird. Wer gemischt-sprachlich programmieren will, kommt um
den Kauf eines vollständigen Microsoft
Visual Studio nicht herum (i.a. genügt die Standard Edition,
die es aber seit VS2010 nicht mehr gibt; VS2010 Professional wäre
zur Zeit wohl die günstigste Variante von VS2010).
In der Suite "Intel Composer XE" (Intel Fortran & C++ im
Bündel) sowie in der Studentenversion ist die Visual Studio Partner
Edition nicht enthalten.
Das vormals Intel Visual Fortran Professional genannte Compilersystem
(nachfolgend mit IVF abgekürzt) ist der sogenannte offizielle Nachfolger
von Compaq
Visual Fortran ("CVF"; zuvor Digital Visual Fortran). Intel
akquirierte vor einigen Jahren das CVF Entwicklungsteam von Compaq (die
sich einige Jahre vorher Digital Equipment einverleibt hatten). IVF weist
weitgehende Kompatibilität mit seinem "Vorgänger"
CVF v6.6 auf. Dies betrifft insbesondere die Spracherweiterungen des Fortran
95 Compilers, die noch dem früheren VAX Fortran entspringen, als
auch die QuickWin-Funktionaliät, die dem Microsoft Fortran Powerstation
entstammt (auch Microsoft produzierte vor ca. einem Jahrzehnt noch Fortran
Compiler, gab das Geschäft aber dann an Digital ab).
Hinzuweisen wäre in diesem Zusammenhang
auf den Umstand, daß mit den VS2008 & VS2010 Partner Editionen
wohl nicht die Konvertierung von Compaq Visual Fortran Projekten (.dsp,
.dsw) in Intel Visual Fortran Projekte (.vfproj, .sln) möglich ist.
Mit VS2008 Standard und VS2010 Professional funktioniert dies jedoch meistens.
So zumindest unsere Erfahrung. Da VS2010 Prof. recht teuer ist und sich
die Anschaffung nur für die Konvertierung bestehender Compaq Visual
Fortran Projekte kaum lohnt, können wir hier die Konvertierung
als Serviceleistung anbieten (wir würden dazu lediglich die (.dsp,
.dsw Dateien samt Dateistruktur benötigen - die Fortran Quellcodedateien
brauchen wir dazu nicht ). Fragen Sie bitte ggf. an.
Gemischtsprachliche Programmierung ist mit C möglich (sowohl mit
Microsoft Visual C++ als auch mit Intel
C++ for Windows).
IVF ist unter Windows in zwei Varianten verfügbar:
Intel Fortran Composer
XE for Linux
Die Linux Variante von Intel Fortran bietet
ähnliche Eigenschaften wie die Windows Version. D.h., der Compiler
beherrscht nicht nur Fortran 95, sondern auch die Spracherweiterungen,
die der frühere Compaq
Visual Fortran bot. Darüberhinaus findet sich in der Linux Variante
ein automatisiert arbeitender Vektorisierer (automatic vectorizer), mit
dem sich Prozessteile eines Fortran Programms parallelisieren lassen.
Eine Entwicklungsumgebung ist nicht enthalten.
Gemischtsprachliche Programmierung ist mit C/C++ möglich (sowohl
mit GCC als auch mit Intel C++
for Linux).
Intel Fortran Composer
XE for Mac OS
Für Macintosh Rechner unter Mac OS, die
mit den Intel-Prozessoren Intel® Core™ Duo oder Intel Core Solo ausgestattet
sind, bietet Intel seit Anfang April 2006 seine Compiler ebenfalls an.
Es finden sich die gleichen Möglichkeiten zu Optimierung und Performancesteigerung
von Programmen wie bei den Varianten für Windows und Linux.
Auch Die Mac-Version des Intel Fortran wird ohne Entwicklungsumgebung
geliefert. Man kann den Compiler aber in die populäre Xcode IDE integrieren.
Gemischtsprachliche Programmierung ist mit C/C++ und Fortran möglich,
z.B. mit GCC (v4.0) oder auch mit Intel
C++ for Mac OS.
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